Spitzenunterwäsche – wo sie herkommt und warum wir sie lieben

Es gibt kaum etwas eleganteres als Spitzenwäsche. Wunderbar weiblich, edel und seitjeher ein Synonym für feminine Unterwäsche par excellence. Wir laden Sie heute auf eine kleine Zeitreise ein und schauen uns an, was Spitze genau ist, wann sie erstmals in Wäsche vorkam und was SCHIESSER mit dem Thema Spitzenunterwäsche verbindet. 


Musterhaft schön – Spitze als Statussymbol

Der Begriff „Spitze“ stammt aus den alt- und mittelhochdeutschen Worten „spizza“ oder „spizzi“, was soviel bedeutet wie „Garngeflecht“. Die „Zacken auslaufender Borte“ bestehen aus zarten Schlaufen-Fäden und ergeben mit ihren Umrahmungen ein Muster von unterschiedlicher Größe.

Bereits im 15. Jahrhunderte wusste man von diesem hübschen Geflecht und verzierte mit der so genannten Klöppelspitze Stoffe für diverse Dekore, aber auch für Oberbekleidung, wie in etwa Ärmelenden an Gewändern Adeliger. Die Menschen sehnten sich nach dem düsteren Mittelalter nach schönen, eleganten Dingen – da kamen Spitzenverzierungen gerade recht! 

Neben der aufwendigen Klöppelspitze entstand in Norditalien eine weitere Spitzenart: die Nadelspitze, oder auch Reticella genannt. Diese Verarbeitung war wesentlich weniger aufwendig und dadurch günstiger. Dies mag der Grund sein, weshalb um 1700 die Nadelspitze weitgehend die Klöppelspitze ablöste und sich aus Italien heraus in ganz Europa verbreitete. Interessant zu wissen: Neben Damenwäsche und Kleidung erfreute sich Spitze auch bei den Herren an großer Beliebtheit. Jeder, der Rang und Namen hatte, konnte diese mit Spitzenkleidung passend zur Schau tragen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Spitze einen neuen Aufschwung, denn dank raffinierter Technik ließen sich Klöppel- und Lochspitzen maschinell herstellen. Endlich war Spitzenkleidung nicht mehr nur dem Adel vorbehalten und für jedermann erschwinglich. 


Spitzenunterwäsche
Spitzenunterwäsche für Damen – seit jeher pure Feminität

Spitzenunterwäsche – international beliebt

Mit der Verbreitung der Spitze nach ganz Europa war vor allem ein Land prägsam für die Herstellung wunderschöner Spitzenwäsche: Frankreich. Aufwendige Dessous unterstrichen die Feminität einer jeden Frau und daran erfreuten nicht nur die schöngeistigen Franzosen. Auch in Deutschland wurde Spitze zunehmend populär, wenn es hier auch noch etwas gediegener zuging. In einem waren sich alle Nationen jedoch einige: Spitze schmeichelte einer jeden Dame – ob opulent oder eher zurückhaltend. So schrieb Bertha von Jurie 1907 in ihrem Lehrwerk „Spitzen und ihre Charakteristik“ es zutreffend: 

„Nichts ist so sehr vom Weibe, für das Weib geschaffen, wie die Spitzen. Nichts kleidet die Frau jeden Alters – ob Kind oder Greisin – besser und lieblicher. Nichts aber auch ist in der Arbeit selbst so symbolisch weiblich, wie dieser schönste und edelste Schmuck, dessen Anfertigung hingebende Geduld und rastlosen Fleiß erheischt: Zu stillem, weltfremden Lebenswandel gezwungen, arbeitet und müht sich die Spitzenarbeiterin ihr Leben lang für andere!“ (Bertha von Jurie, 1907)


Zurückhaltend, luxuriös, karrierebewusst – SCHIESSER und Spitze im Wandel der Zeit

Um 1900 herum kümmerte man sich auch im Hause SCHIESSER um das schöne Wohl der Damen und veredelte Unterwäsche mit aufwendiger Klöppelspitze. Beinkleider und Morgenjacken, darüber hinaus aber auch Nachthemden galten als ganz besondere Lieblingsstücke und wurden gar als Aussteuer bei einer Heirat mitgegeben.



In den 1930er Jahren wurden auch die deutschen Damen vom französischen Trend der modischen Extravaganz mitgerissen und liebten fortan Unterwäsche aus Kunstseide, aufwendig veredelt mit lieblicher Spitze. In der Zeitschrift „Moden-Spiegel“ aus dem Jahr 1927 hieß es: „Die Spitze ist empfindlich, kapriziös, anspruchsvoll und doch bescheiden, oder kann es wenigstens sein – wie die Frau.“


Spitzenunterwäsche - ein Traumset für Damen
Ein Spitzenwäsche-Set aus Kunstseide, 1935

Nach den Schrecken und Mangel der Kriegsjahre erlebte die Spitzenunterwäsche erst in den 1950er Jahren wieder einen Aufschwung. Menschen sehnten sich nach modischer Kleidung und die Damenwelt begeisterte sich über luftige Perlonwäsche. Vor allem eines hatte es den Damen angetan: Das so genannte „Traum-Nachthemd“ von SCHIESSER. „Der Wunsch einer jeden Frau“, wie es im Werbeslogan hieß, war ein filigranes Perlon-Nachthemd mit zartem Spitzenbesatz – ein absoluter Luxusartikel und Statussymbol


Spitzenunterwäsche - Traum aus Perlon
Der Wunsch jeder Frau: ein Traum-Nachthemd aus SCHIESSER Perlon, 1954

Zu Beginn der 1960er Jahre ermöglichte vor allem ein Material noch mehr Möglichkeiten für die Spitzenwäsche: Elastan, eine Kunstfaser, die eine große Modernisierung in der gesamten Wäschewelt einläutete. Erotische Dessous in mutigem Rot waren aus den Wäschekatalogen nicht mehr wegzudenken und auch die SCHIESSER Kundinnen liebten Lingerie mit jeder Menge transparenter Spitze.


Spitzenunterwäsche - 1960er
Perlonwäsche mit Elastan – neue Möglichkeiten für Spitzenunterwäsche, 1966

Mutig ging es auch in den 1980er Jahren zu, dem „Jahrzehnt der Wiederentdeckung der Wäschelust“. Vor allem Popstars wie Madonna und amerikanische Serien à la Denver-Clan und Dallas prägten das Wäschebild des Jahrzehnts. Korsagen und Bustiers, knappe Slips und Tangas mit aufwendiger, transparenter Spitze waren die Trends, auch in Europa. Frauen in der ganzen Welt wurden selbstbewusster und liebten es, in Spitzenunterwäsche ihre feminine Seite zu unterstreichen. SCHIESSER punktete vor allem mit dem Werbeslogan: „Dress for Success – Wäsche für karrierebewusste Frauen“ – ein Statement, das Damen weit über die 80er Jahre hinweg in ihrem Selbstbewusstsein stärken sollte. 



Und auch heute ist Spitzenunterwäsche ein dauerhafter Trend – nicht nur bei SCHIESSER.  Kaum ein anderer Dekor schafft es schließlich, die Feminität einer jeden Frau zu unterstreichen – mal zurückhalten, mal mutig, dann wieder unschuldig oder sinnlich. 

Wie Spitzenwäsche Ihrem Selbstbewusstsein schmeichelt, lesen Sie auch in unserem Artikel „Feel feminin“ hier in unserem SCHIESSER Magazin.


Spitzenunterwäsche in seiner modernsten Art
Spitzenwäsche heute? Macht einfach glücklich!

Und für alle, die sich inspiriert fühlen: Schauen Sie gleich rein in den SCHIESSER-Onlineshop und suchen Sie sich Ihr ganz persönlich Spitzenstück heraus! 

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