Badeanzug & Bikini – eine Zeitreise

Ein Badeanzug aus Wolle – können Sie sich das vorstellen? Früher war dies durchaus Gang und Gäbe, denn synthetische Materialien in der Bademode gab es in Deutschland erst ab dem 1960er Jahren. Wir nehmen Sie heute mit auf eine kleine Zeitreise, als Bikinis noch tabu und schulterfrei topmodern waren.



Für Damen und Herren: die neuen Schwimmanzüge

Die Geburtsstunde der Bademode lässt sich in Deutschland in den 1920er Jahren ausmachen. Ab dann galt Schwimmen als großer Volkssport und neben klassischen Trikots kamen auch Schwimmanzüge für Damen und Herren aus Baumwolle auf den Markt. Vom Design unterschieden sich die Modelle für Männer und Frauen kaum: Arme und Beine waren erstmals frei, Sonnenbräune war ausdrücklich gewünscht!

Ab 1928 löste Wolle Baumwolle als Material ab, denn wollene Badeanzüge hatten den Vorteil, im Wasser formstabiler zu sein. Großer Nachteil war sicherlich das Gewicht, denn die Wolle sog Wasser auf und wurde mit dem Schwimmen zunehmend schwerer.


Der Knigge für den Strand: Einteiler erschwünscht!

Mit Beliebtheit des Schwimmsports wurden in den 1920er Jahren Badeanstalten zunehmend gemischtgeschlechtlich: Männer, Frauen und Kinder durften fortan gemeinsam schwimmen. Jedoch war das Tragen eines Einteilers Pflicht – noch bis Ende der 1960er Jahre waren Bikinis in den meisten deutschen Badebetrieben verboten. Dennoch: Die Lust auf modische Bademode war groß und so boten einige Hersteller bereits Mitte der 1930er Jahre Bikinis an – für den privaten Gebrauch, versteht sich.


Der Bikini aus Wolle – verboten in öffentlichen Badeanstalten, dennoch heiß begehrt

Trägerlos à la Marylin: der neue Badeanzug

Marylin Monroe verhalf der Bademode in den 1950er Jahren zu neuem Design: zum Sonnenbaden zeigte sich die Schauspielerin in einem feuerroten, trägerlosen Badeanzug und löste damit einen neuen Trend aus. Der Badeanzug war fortan nicht nur ein reiner Gebrauchsgegenstand, sondern ein modisches Highlight.

Auch der Bikini tauchte immer wieder auf, jedoch bevorzugten die Damen weitgehend Einteiler, da hier die Figur besser kaschiert werden konnte.


Hoch lebe Polyester: Bademode leicht & formstabil

1960 – das war die Zeit, in der die Deutschen das Reisen entdeckten. Spanien, Italien oder auch Jugoslawien lockten mit Sandstränden, Meer und Sonne. Mit der Reisefreudigkeit erlebte auch die Bademode einen neuen Aufschwung und so entdecken Damen in den Modemagazinen immer mehr Modelle von Badeanzügen in den Zeitschriften. Die neuen Einteiler waren eng anliegend und behielten vor allem auch im Wasser ihre Form. Das Geheimnis waren synthetische Fasern, die es erstmals ermöglichten, ein leichtes und formstabiles Produkt zu erstellen. Eine wahre Revolution nach der langen Zeit der Bademode aus Wolle!


Bademode aus Polyester – eine wahre Revolution!


Der Bikini: erlaubt ab den 60er Jahren

Einmal wie Bondgirl Ursula Andress elegant in einem cremefarbenen Zweiteiler aus dem Wasser steigen – das war 1962 der Traum vieler deutschen Damen. Doch es blieb beim Filmerlebnis, denn das Tragen von Bikinis war auch in den 1960er Jahren weitgehend verboten.

Erst zu Beginn der 1970er Jahre war es in öffentlichen Badeanstalten erlaubt, einen Bikini zu tragen und vor allem Twiggy Zweiglein machte es mit ihrem zierlichen Körper vor, wie gut der Zweiteiler sich am Badesee und Meer machte.


Jeans-Design und kunterbunt – Bademode auf Versuchswegen

In den weiteren Jahren wurden sämtliche Modethemen auch in der Bademode aufgegriffen: Sei es das Thema Jeans in den 70ern, kunterbunte Styles mit Schnürungen in den 80ern oder Badekollektionen, die sich an Liedtiteln („Sweet, soft and lazy“) oder gar Herrendüften (Davidoff) orientieren.



In den 1990er Jahren erlebten Badeanzüge und Monokinis ein Come-Back. In Schwarz- und Weiß, mit neonfarbenen Punkten und hohen Beinausschnitten schmiegten sich die Einteiler an die Haut und durften viel und gerne Aufmerksamkeit erzeugen.



Die kommenden Jahren brachten dann zahlreiche Comebacks und neue Modetrends mit: Knappe Triangel-Bikinis Anfang der 2000er Jahre, Push-up-Bikinis oder auch gepolsterte Cups – die Vielfalt an Bademode war und ist noch nie so groß. 2019 kam der Badeanzug wieder un Mode und erfreut sich neben Bikinis und Tankinis wieder großer Beliebtheit.


Und heute? Bei SCHIESSER und auch bei vielen anderen Unternehmen ist Nachhaltigkeit ein großes Thema. Aus diesem Grund setzen wir bei der Bademode immer wieder auch recycelte Materialien ein, die in aufwendigen Verfahren zu wunderschönen Badeanzügen oder Bikinis verarbeitet wurden. Damit wir und unsere Kundinnen auch in den kommenden Jahren noch sorgenfrei im Meer und See schwimmen können!


Bademode perfekt piece

Wenn Sie nun Lust auf schöne, neue Bademode bekommen haben, liebe Damen, dann schauen Sie gleich rein in den SCHIESSER-Onlineshop – dort ist für jeden Geschmack etwas mit dabei!

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